Hau weg

17 thoughts on “Hau weg

  1. Nun kenne ich die Kamera nicht und weiss daher nicht, ob du Wechsel-Objektive benutzen kannst oder ob das Weitwinkel fest verbaut ist. Generell ist Frage, ob ein Weitwinkel geeignet ist, wenn du einen Menschen in den Mittelpunkt deines Bildes rücken willst. Mal abgesehen von den Verzerrungen bekommst du einfach zu viel Inhalt mit aufs Bild. Das kann natürlich gewollt sein, bei einem solchen Gewimmel wie in der Szene wirkt es eher störend.

    Grüsse
    Jan

    • Das einzige, was ich jetzt noch tun konnte habe ich getan: Ich habe die Verzerrung korrigiert und die korrigierte Fassung eingestellt. Bei der nächsten Gelegenheit in einer ähnlichen Situation werde darauf achten, ein weniger heftiges Weitwinkel zu wählen. Danke für deine ausführlichen Anmerkungen. Das hilft! Gruß – KU

  2. Du hättest eine größere Blende wählen können. Dadurch schmilzt der Schärfebereich rund um den Trinker und alles verschwimmt in wunderbarer Unschärfe…. Den gleichen Effekt kannst du natürlich auch mittels Nachbearbeitung erreichen… Grüsse Jan

    • Ja, das wäre es gewesen. Ist aber beim Weitwinkel nicht so einfach. Das bringt ja schon ab Blende 3,5 und APS-C Format eine ordentliche Tiefenschärfe mit. Zumal ich bei dieser Art der Bilder immer mit einer Fix-Fokus Einstellung bei relativ kleiner Blende arbeite. Der Reaktionsschnelligkeit wegen. AF ist zu langsam. Deshalb hoffte ich, durch das Licht den Blick ins Bild hinein lenken zu könne. Der Trinker von der Sonne beschienen, die Unruhe um ihn herum im Schatten. So gesehen, 2 Sekunden Zeit gehabt. Gewartet, dass sich die Figuren etwas ordnen. Dann abgedrückt. Mehr ging nicht. Unschärfe über PP reinzubringen, fände ich etwas – äh – unehrlich. Das rettet das Bild dann auch nicht mehr, sollte es wirklich nichts taugen. Gruß – KU

      • Hier noch etwas anzumerken,komme ich net drum herum..

        Deine Aussage ” Das rettet das Bild dann auch nicht mehr, sollte es wirklich nichts taugen.”

        Du schriebst,Unschärfe über PP einzuarbeiten,wäre “unehrlich” – ich finde,Du solltest Deine Einstellung zu diesem Thema etwas überdenken. Denn auch Kontraste , z. Bsp. , nachträglich anheben,ist schon eine ” Bearbeitung”.
        In welcher Intensität man Bearbeitungen einsetzt,darüber kann man streiten und das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Nur gute Aufnahmen eignen sich für Bearbeitungen ( da kann ich mit reden,ich mache Bearbeitungen ja in den verschiedensten Variationen..Composings usw ). Aber gute Aufnahmen( wie diese hier ) können durch ein gezieltes Einsetzen von Bearbeitung,definitiv dazu gewinnen!

        Ich möchte Dir meine Einstellung net aufdrücken-verstehe mich bitte net falsch! Lediglich einen Anschubser geben,die eigene Einstellung eventuell etwas zu überdenken ;)!

        LG,Laura

        • Hallo Laura,
          warum sollte ich deine klugen Bemerkungen falsch verstehen? Keine Sorge, ich habe Freude an solchen Diskussionen. Meine Gedanken zu deinem Einwand sind folgende:
          Ich vermute, dass wir von unterschiedlichem Standpunkt aus die Nachbearbeitung beurteilen. Nachträgliches Schärfen, Kontraste regulieren, Tonwerte korrigieren, Abwedeln, in Maßen auch den Ausschnitt neu festlegen, das alles ist vollkommen in Ordnung. Doch wovon gehen wir da jeweils aus? Wenn ich deine mit großem Aufwand und gutem Erfolg bearbeiteten Bilder betrachte, dann meine ich, dass für dich eine Datei das Ausgangsmaterial zu einem gelungenen Bild ist. Du nimmst dir eine Blumenaufnahme und verarbeitest sie im PP zu einem eigenen Laura-Zeitlos-Bild. Da ist gar nichts dagegen zu sagen. Steigerung der Schönheit ist das Ziel. Absolut aller Ehren wert. Der Aufwand den du an PP betreibst geht in Ordnung und wirkt auch nicht störend, im Gegenteil. Du arbeitest an den Blumen heraus, was ihnen an Schönheit zukommt.
          Mein Ausgangsmaterial ist nun nicht die Datei, sondern der Moment der Aufnahme. Ich suche Situationen, Momente in denen Licht, Linien und Strukturen, Bewegung der Menschen, Blicke und Aktionen zusammenkommen. Meine Technik ist die Bewegung auf der Straße und auch in der Landschaft, das Rumlaufen mit anderen Worten. Dazu kommt noch die Kamera, die ich nach Möglichkeit fehlerlos und intuitiv bediene. Das ist reine Übungssache und gelingt leider nicht immer. Du selbst hast mal geschrieben, wie dir von sagen wir hundert Bildern nur einige wenige gelingen. Das geht mir nicht anders. Mein Ziel ist es, das mit den Augen erlebte festzuhalten. Es muss dabei nicht auf Einzelbilder hinauslaufen. Die Serie sagt im Hinblick aufs Erleben häufig mehr, als ein einzelnes Bild. Ich bin auch kein orthodoxer Verfechter des richtigen Momentes. Dennoch ist natürlich der Bruchteil einer Sekunde (125tel!) ausschlaggebend für das Gelingen eines Fotos. Hingelaufen zu sein und den richtigen Augenblick erwischt zu haben, das alles kann ich nachträglich nicht mehr bearbeiten. Verpasst ist verpasst. Und insofern wäre für mich PP “unehrlich”, wenn es einen verpassten Moment kaschieren würde, weil es aus dem erlebten Augenblick etwas anderes macht als das Vorgefundene. Aus einem schlecht erwischten Moment wird kein besseres Bild nur weil ich nachträglich mein Motiv mit einer Vignette versehe, Einfärbe oder Tontrennungen vornehme. Oder lass es mich anders sagen: Du könntest aus einer falsch belichteten Datei nicht das herausholen, was du gern herausholen würdest. PP kann da nichts retten. Deshalb musst du großen Wert auf fototechnisch korrekt aufgenommene Bilder legen. Ich setze im Vergleich dazu auf momenttechnisch korrekt aufgenommene Bilder. PP kann da nichts retten.
          Ende der philosophischen Abhandlung.
          Gruß –
          KUM

      • Hallo,
        ich habe öfters die Erfahrung gemacht,das leider Viele,nicht offen sind für solche Diskussionen..daher bin ich mitlerweile etwas vorsichtiger damit geworden.Freut mich aber,das Du in diesem Bezug sehr offen bist und Fruede hast an solchen Diskussionen! Ich finde,solch einen Austausch immer sehr spannend,da es mir die Sichtweise Anderer näher bringt! Also Danke,das Du Dich darauf einlässt!
        Deine ausführliche Erklärung,trifft den Nagel auf den Kopf und ich kann nun verstehen,warum Du nachträglich Nichts mehr in dem Rahmen verändern möchtest! Es stimm,wir haben vollkommen andere Herangehensweisen..aber es ist toll für mich,das ganze mal aus ” Deinen Augen betrachten zu dürfen ” – letztendlich,kann ich Dir nur weiterhin viel Spaß und Erfolg mit den richtigen Momenten wünschen!
        Und ich werde in Zukunft mal experimentieren,mit Deiner Sichtweise – mal schauen,was dabei herauskommt,wenn ich Beides versuche miteinander zu verbinden!
        GlG,Laura

        • Liebe Laura,
          nur durch diesen Gedankenaustausch wird ein Blog doch erst sinnvoll! Sei also bitte weiterhin kritisch oder voll des Lobes. Wie du magst.
          Ich nehme deine Hinweise zum PP ernst und habe davon doch auch schon profitiert. Genauso wie ich Jans Hinweise eingearbeitet habe. Eure Art zu sehen ist eine willkommene Ergänzung meiner in gewissem Sinne halb blinden Sichtweise auf Motive.
          Gruß –
          KUM

  3. Hier hätte mir etwas Unschärfe definitiv gefallen..die Momentaufnahme passt ; es ist mir nur einfach zuviel Gewusel drumherum / dahinter..was mir zuviel Ablenkung vom Wesentlichen ins Bild bringt.
    LG,Laura

    • Hm – guter Hinweis. Es ist nur nicht ganz so einfach in dem Moment und in der Situation, alle diese Dinge unter einen Hut zu bringen. Da werde ich noch weiter üben müssen. Bilder wie dieses haben eine Verwandtschaft mit dem Schnappschuss, die sie nicht leugnen können. Das ist es vielleicht, was dich stört. Gruß – KUM

      • Keine Frage,alles unter einen Hut zu bringen,in solchen Situationen ist absolut net einfach! Gerade,weil es ja nur Momentaufnahmen sind-und wie der Name es schon sagt : es ist nur ein Moment😉.
        Obwohl ich mit meiner Kamera sehr vertraut bin,haut es auch bei mir oft genug net hin. Was ich immer sehr hilfreich und interessant fand : mit einer Festeinstellung rumzulaufen. Dh : ich hatte mir zu Hause eine feste Einstellung rausgesucht und bin dann los. Sicherlich kann man mehr als die Hälfte der Aufnahmen in die Tonne hauen,aber so entwickelte ich ein noch besseres Gefühl für die Einstellungen und habe oftmals durch solch einen Schnappschuss Sichtweisen ableiten können,die ich so net gesehen hätte. Wenn man solche Experimente ab und zu einfliessen lässt,kann es einem leichter fallen,Entscheidungen in solchen Momenten schlagartig zu fällen.
        Kannst es ja mal ausprobieren..Du wärst überrascht,was da alles zufällig entstehen kann😉.
        LG,Laura

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